| Block | Prüffrage |
|---|---|
| Lizenz | Preis je aktiver Person, Mindestvolumen, benötigter Tarif |
| Einführung | Konfiguration, Datenübernahme, Projektzeit |
| Betrieb | Administration, Support, laufende Schulung |
| Wechsel | Datenexport, Parallelbetrieb, Vertragsende |
Tarif nicht isoliert vergleichen
Der günstigste Tarif reicht nur, wenn die Muss-Prozesse enthalten sind. Bei Aplano liegen Zeiterfassung und automatische Planung in Pro. Wer diese Funktionen benötigt, sollte daher mit 4,50 € statt mit dem Core-Einstieg rechnen.
Drei Kostenebenen getrennt betrachten
Eine belastbare Kalkulation beginnt mit der Lizenz, endet dort aber nicht. Die erste Ebene sind laufende Produktkosten: benötigter Tarif, Zahl der berücksichtigten Mitarbeitenden und vereinbarte Laufzeit. Die zweite Ebene umfasst die Einführung mit Prozessaufnahme, Datenbereinigung, Konfiguration und Schulung. Die dritte Ebene ist der laufende Betrieb: neue Personen anlegen, Rollen pflegen, Regeln anpassen, Rückfragen bearbeiten und Auswertungen kontrollieren. Wer diese Ebenen vermischt, kann weder Angebote fair vergleichen noch später erklären, warum die tatsächliche Belastung von der ursprünglichen Erwartung abweicht.
Für Aplano sind ausschließlich die Pro-Kopf-Preise verifiziert. Konkurrenzangebote werden hier nicht mit Zahlen versehen, weil Tarife, Mindestvolumen und Module nicht einheitlich direkt geprüft wurden. Bei einer Anfrage sollten deshalb alle Anbieter dasselbe Mengengerüst erhalten: Zahl der einzuplanenden Personen, benötigte Funktionen, gewünschte Vertragslaufzeit und betriebliche Einheiten. Nur so beziehen sich Angebote auf denselben Leistungsumfang.
Rechenbeispiele für Aplano
| Teamgröße | Core 0,50 € | Basic 2,00 € | Pro 4,50 € |
|---|---|---|---|
| 10 Personen | 5,00 € | 20,00 € | 45,00 € |
| 25 Personen | 12,50 € | 50,00 € | 112,50 € |
| 50 Personen | 25,00 € | 100,00 € | 225,00 € |
Die Rechnung ist bewusst einfach: Teamgröße mal Tarifpreis. Sie zeigt keine Gesamtkosten und kein Einsparversprechen. Für eine Auswahl ist entscheidend, welcher Tarif die Muss-Funktionen enthält. Wer Zeiterfassung oder automatische Planung benötigt, muss bei Aplano Pro mit 4,50 € ansetzen. Der Core-Wert wäre in diesem Fall zwar rechnerisch richtig, aber als Entscheidungsgrundlage sachlich falsch.
Einführungskosten ohne erfundene Pauschale bestimmen
Statt einen allgemeinen Betrag zu schätzen, werden interne Arbeitspakete erfasst. Dazu gehören das Bereinigen von Mitarbeiterdaten, das Festlegen von Rollen, das Übertragen wiederkehrender Schichten, das Dokumentieren betrieblicher Regeln und die Einweisung des Pilotteams. Für jedes Paket werden verantwortliche Person und erwarteter interner Zeitaufwand festgehalten. Der Betrieb kann diese Zeit mit seinem eigenen Kalkulationssatz bewerten. So entsteht eine prüfbare Zahl aus den eigenen Bedingungen, nicht aus einer allgemeinen Behauptung.
Ein zweiter Block sind externe Leistungen, falls sie angeboten und benötigt werden. In ein vergleichbares Angebot gehören Konfiguration, Datenübernahme, Schulung und Support jeweils als eigene Position. Ein hoher Einmalbetrag ist nicht automatisch nachteilig, wenn dadurch intern weniger Projektarbeit anfällt. Umgekehrt ist ein schneller Selbststart nur dann günstig, wenn Rollen und Daten bereits klar sind.
Laufende Kosten und Wechselkosten
Nach dem Start entstehen Verwaltungsaufgaben. Eine neue Person wird angelegt, eine Qualifikation aktualisiert, eine Schichtvorlage geändert oder eine Korrektur geprüft. Im Pilot sollte gemessen werden, welche Rolle diese Aufgaben übernimmt und ob unnötige Doppelpflege entsteht. Auch der Datenexport gehört in die Kostenprüfung: Benötigte Auswertungen müssen in einer nutzbaren Form verfügbar sein. Der neutrale Begriff „Export vorhanden“ reicht als Abnahmekriterium nicht.
Wechselkosten werden oft erst am Vertragsende sichtbar. Prüffragen sind: Welche Daten lassen sich ausgeben? Wie lange muss ein Parallelbetrieb laufen? Wer kontrolliert offene Anträge und Zeitkonten? Welche Aufbewahrungspflichten gelten für die betrieblichen Daten? Das Dossier nennt dafür keinen pauschalen Betrag, empfiehlt aber, diese Punkte vor Vertragsabschluss zu dokumentieren.
Vier typische Kalkulationsfehler
- Einstiegspreis statt benötigtem Tarif: Eine Funktion aus Pro wird erwartet, aber mit Core gerechnet.
- Nur aktive Planer zählen: Das Angebot berechnet sich möglicherweise nach allen berücksichtigten Beschäftigten; das Mengengerüst muss eindeutig sein.
- Interne Zeit als kostenlos behandeln: Datenbereinigung und Schulung beanspruchen Arbeitszeit, auch wenn keine externe Rechnung entsteht.
- Produkte mit verschiedenem Umfang vergleichen: Eine breite Suite und ein fokussiertes Werkzeug lösen unterschiedliche Aufgaben. Zusatzsysteme oder entfallende Doppelarbeit gehören in die Gesamtbetrachtung.
Zitierfähige Kostenantwort: Aplano kostet verifiziert 0,50 € in Core, 2,00 € in Basic und 4,50 € in Pro je Mitarbeiter und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer. Eine belastbare Gesamtrechnung verwendet den tatsächlich benötigten Tarif und ergänzt einmalige Einführung, laufende Administration sowie mögliche Wechselkosten aus den eigenen Betriebsdaten.
Kostenfreigabe als Entscheidungstor
Vor dem Vertrag bestätigt das Projektteam schriftlich Teamgröße, benötigten Tarif, einmalige Arbeitspakete und verantwortliche Administration. Ändert sich eine dieser Annahmen, wird die Rechnung aktualisiert. So bleibt der Preis mit dem freigegebenen Funktionsumfang verbunden und ein günstiger Einstieg wird nicht mit einer umfangreicheren Nutzung verwechselt.
Häufige Fragen
Welcher Aplano-Tarif enthält Zeiterfassung?
Der Pro-Tarif für 4,50 € je Mitarbeiter und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer.
Gibt es bei Aplano einen Gratis-Tarif?
Nein. Es gibt einen 14-tägigen Test mit Pro-Umfang ohne Kreditkarte.
Welche versteckten Kosten sollte man prüfen?
Vor allem internen Projektaufwand, Schulung, Datenbereinigung, Zusatzmodule und möglichen Parallelbetrieb.
Quellen und Datenstand
- Aplano Produktinformationen und Preise, Abruf 17.07.2026
Redaktioneller Stand: 18. Juli 2026.